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Die letzten Wochen sind geprägt gewesen von einem Gefühl der Unwirklichkeit. Das Privatleben stand plötzlich still. Stattdessen gab es in allen Medien und Gesprächen nur das Thema „Corona“. Für mich persönlich ging der Arbeitsalltag weiter wie bisher, aber alles, was an zusätzlichen Terminen üblicherweise hinzu gekommen wäre, fiel aus. Kein Sport, keine Chorproben, keine Besuche bei den Eltern, kein Treffen mit Freunden. Dabei ist das Schreiben von Blogartikeln gleich mit über den Tellerrand gerutscht, zumal mir jedes Thema, über das ich hätte schreiben wollen, banal vorkam. Von den Auswirkungen der Krise war meine Familie so gut wie gar nicht betroffen, sieht man von ausgefallenen Urlauben, Homeoffice und einem Monat Kurzarbeit einmal ab. Dafür bin ich sehr dankbar, und ich hoffe von ganzem Herzen, dass es bei der derzeitigen positiven Entwicklung der Krise bleibt. 
In dieser „Stillstandzeit“ ist mir bewusst geworden, wie viel Zeit meine privaten Termine neben der Arbeit üblicherweise in Anspruch nehmen und wie gut es tut, Zeit für mich zu haben. Aber auch, welche Termine mir wirklich gefehlt haben und auf welche ich auch in Zukunft verzichten werde. 
Als ein Wunder erschien mir, dass die Natur sich von dem Anhalten der Welt überhaupt nicht hat beeindrucken lassen. Alles wächst und gedeiht, als wäre nichts geschehen. Zum einen empfand ich das verwirrend und irgendwie unpassend angesichts des Elends, das sich in vielen Teilen der Welt abspielt. Zum anderen war es aber auch gerade das, was mich zuversichtlich stimmte. Die Natur macht unbeirrt weiter, und auch das Leben geht weiter. Ich lege also hinsichtlich der Banalität meiner Beiträge meine Bedenken ab und mache ebenfalls weiter.

Habt einen glücklichen Tag!

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